Aus dem Wald ins Wohnzimmer! Brennholz selbst einschlagen

Nicht ist gemütlicher als ein brennender Kamin in der kalten Jahreszeit. Der würzige Duft des Holzes, das Knistern der Funken und die wärmende Glut sind gute Gründe dafür, dass das Heizen mit Kaminen und Öfen so beliebt ist. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist darüber hinaus auch noch besonders umweltfreundlich.

Sein Brennholz kann der Kaminbesitzer in fertiger Kaminholzlänge kaufen, oder aber im Wald selbst sägen – das schont die Haushaltskasse und außerdem macht das Naturerlebnis an der frischen Luft Spaß. Wir verraten Ihnen, was sie als Brennholzselbstwerber beachten müssen.

Brennholz machen.

Brennholz machen.

Draußen im Wald

Die beste Zeit zum Brennholzmachen sind die Monate zwischen November und März, wenn der Wassergehalt der Bäume am geringsten ist. Eine Motorsäge ist ein wichtiger Helfer beim Zerkleinern der Bäume, deren richtige Handhabung in einem Kurs erlernt werden sollte. Im Motorsägenkurs erfahren Hobbywaldarbeiter außerdem alles über die Sicherheitsvorschriften für die Arbeit im Wald.

Regel Nummer eins ist das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung. Unentbehrlich sind eine Schnittschutzhose, bzw. ein Beinschutz mit Schnittschutzeinlage, Motorsägenstiefel mit griffiger Profilsohle und Schnittschutz, robuste Arbeitshandschuhe, eine gut sitzende Schutzbrille und ein Helm mit Gehörschutz und Visier. Mit der Motorsäge sollte man nie alleine Arbeiten, außerdem muss der Gefahrenbereich abgesperrt werden, Alkohol bei der Arbeit sollte Tabu sein und für Notfälle empfiehlt es sich immer einen Erste-Hilfe-Kasten dabei zu haben.

Mehr Infos zu Motorsägenkursen für Brennholzselbstwerber und zum Thema Arbeitssicherheit gibt es unter www.stihl.de. Übrigens, die Landesforstbehörden und viele kommunale und private Forstbetriebe lassen nur Personen zur Brennholzselbstwerbung zu, die eine entsprechende Qualifizierung nachweisen können.

Die Motorsäge

Beim Kauf der benötigten Motorsäge sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und die Effizienz legen. Sicherheitskomponenten, wie eine Kettenbremse und eine Gashebelsperre sind gerade für Gelegenheitsanwender besonders wichtig.

Die Wahl der Sägekette ist für effizientes Arbeiten entscheidend. Stihl hat mit der Rapid Duro 3 eine Kette mit Hartmetallschneiden für mittelstarke Motorsägen auf den Markt gebracht, die selbst verschmutztem oder besonders widerspenstigem Holz die Zähne zeigt und bis zu zehnmal länger scharf bleibt als Standardsägeketten. Praktisch bei der Holzernte ist zudem ein neues Lasersystem von Stihl, das – am Motorsägen-Griffrohr montiert – das exakte Peilen der Fallrichtung eines Baumes sowie das kamingerechte Zuschneiden des Holzes vereinfacht.

Denken Sie immer daran: Im Wald dürfen nur biologisch schnell abbaubare Kettenhaftöle, Hydraulikflüssigkeiten und Sonderkraftstoffe auf Alkylatbasis verwendet werden. Leere Kanister sollten mitgenommen und fachgerecht entsorgt werden.

Am Kamin

Nach dem Einschlag muss das Holz zwei Jahre trocknen. Dafür werden die etwa 30 Zentimeter langen Scheite so gestapelt, dass die Luft zirkulieren kann. Der Stapel sollte mit einem wasserdichten Schutz versehen werden.
Wer nur gelegentlich ein kleines Feuer in seinem Kamin entfacht, kann hierfür so gut wie jedes Holz verwenden. Weichholz, wie z.B. Fichte entwickelt aufgrund des höheren Harzgehaltes schneller Hitze, muss aber öfter nachgelegt werden. Da es schnell an- und abbrennt, ist es gut dosierbar und deshalb für gelegentliches Heizen in Übergangszeiten ideal.

Ist der Kaminofen jedoch dauerhaft in Betrieb, bietet sich aufgrund seiner lang anhaltenden Glut zum Verfeuern Hartholz wie Buche oder Eiche an.

Machen Sie es sich gemütlich! Gut Holz!

STIHL Brennholz Check.

Holz ist nicht gleich Holz: Welches Brennholz zu empfehlen ist, hängt unter anderem von der Art des Kamins, der gewünschten Brenndauer sowie der Häufigkeit des Heizen ab.

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