Unikate aus Holz – selbst gemacht: Laterne

Wer Familie und Freunden zu besonderen Anlässen eine Freude machen möchte, schenkt etwas Selbstgebasteltes. Wie wäre es mit einer Figur aus Holz, individuell gestaltet mit der Motorsäge? Carving, das Schnitzen mit der Motorsäge, hat sich in den vergangenen Jahren von einem Schlechtwetter-Zeitvertreib professioneller Holzarbeiter zu einem allseits beliebten Hobby entwickelt.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten eine Laterne schnitzen können.

Das passende Holz

Welches Holz sich besonders gut zum Carven eignet, lässt sich schwer verallgemeinern. Jedes Holz hat seine Vor- und Nachteile. So sind bestimmte Nadelhölzer wie Lärche oder Kiefer zwar besonders witterungsbeständig, sie neigen aber auch verstärkt zum Harzen.
Grundsätzlich gilt: Wenn man das Holz richtig behandelt, gibt es fast keine Einschränkungen hinsichtlich der Sorte.
Suchen Sie sich also das Holz ganz nach ihren Vorlieben aus. Besonders beliebt sind beispielsweise Pappel und Eiche, Douglasie oder verschiedene Obstbaumsorten.

Schützende Kleidung

Auch für Hobbykünstler ist bei der Arbeit mit der Motorsäge entsprechende Schutzausstattung Pflicht. Der Schutz beginnt am Kopf: Sie sollten unbedingt eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz sowie “persönlichen“ Schallschutz tragen – z. B. Gehörschutzkapseln. Bei Arbeiten im Wald sollten Sie zudem einen Helm tragen. Auch die Hände und die Beine sollten Sie gut schützen: Tragen Sie beim Schnitzen Arbeitshandschuhe und eine Hose mit Schnittschutz sowie Schnürstiefel mit Schnittschutzeinlagen.
Hier finden Sie mehr Informationen zur Schutzausstattung beim Sägen mit einer Motorsäge.

Bitte beachten sie, dass in bestimmten Ländern spezifische Anforderungen an persönliche Schutzausstattungen bestehen können und dass persönliche Schutzausstattung kein Ersatz für eine sichere Arbeitstechnik ist. Beachten Sie daher auch unbedingt die Betriebsanleitungen ihres Geräts.

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Wendiges Werkzeug

Wenn es um feine Arbeiten mit und am Holz geht, eignen sich vor allem die STIHL Carvingsägen. Die speziellen Carving-Schneidgarnituren sind besonders vibrations- und rückschlagarm. Mit der kleinen Schienenspitze lassen sich filigrane Konturen und schwierige Schnitte sehr präzise ausführen.

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Schritt 1: Benötigtes Material

– Rundholz, ca. 30-40 cm Durchmesser, Höhe ca. 35-40 cm
– Sägebock
– Spanngurt
– STIHL Beil
– STIHL Motorsäge
– Kreide zum Anzeichnen
– Persönliche Schutzausstattung (s.o.)

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Schritt 2: Das Formen der Grund-Figur

Bevor Sie mit der Motorsäge loslegen, sollten Sie daran denken, das Rundholz auf einem Sägebock fest zu fixieren, am besten eignet sich hierfür ein Spanngurt. Mit einem Stück Kreide können Sie im Anschluss die ersten Schnitte vorzeichnen – so haben Sie die einen klaren Ansatzpunkt für die Säge.
Jetzt kommt die Motorsäge zum Einsatz: Zunächst wird das Rundholz grob ausgehöhlt. Stechen Sie dazu links und rechts parallel ca. 30 cm tief ein, drehen Sie das Rundholz um 90 Grad und wiederholen Sie das Ganze.

Achtung

Bei dieser Arbeitstechnik besteht erhöhte Rückschlaggefahr. Unbedingt die Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung beachten und die Technik nur anwenden, wenn Sie damit vertraut sind.

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Längen Sie nun das Rundholz auf etwa 30 cm ab, so dass Sie den herausgesägten Kern mit der Rückseite des Beils herausschlagen können. Die Holzscheibe, die übrigbleibt, kann später als Boden der Laterne verwendet werden.

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Schritt 3: Das Aushöhlen der Grundfigur

Haben Sie die Grund-Figur fertiggeschnitzt, geht es an die Feinarbeit. Tragen Sie nun an allen vier Innenseiten so viel Holz ab, dass eine gleichmäßig dicke Wand entsteht.
Mit der Seite der Kette lässt sich die Oberfläche des Holzes besonders fein bearbeiten.

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Schritt 4: Lichtschlitze

Nun ist das Grundgerüst der Laterne fertig. Damit das Licht aus dem Inneren auch nach außen scheinen kann, werden Lichtschlitze ins Holz gesägt. Bei der Form der Lichtschlitze sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Um die Lichtschlitze gleichmäßig über die gesamte Figur zu verteilen, empfiehlt es sich, diese mit Kreide vorzuzeichnen.

Achtung

Beim Einstechen besteht erhöhte Rückschlaggefahr. Unbedingt die Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung beachten und die Technik nur anwenden, wenn Sie damit vertraut sind.

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Tipp:

Schälen Sie die Rinde erst nach dem Schnitzen der Lichtschlitze mit dem Beil ab. So vermeiden Sie abstehende Fasern an den Einschnitten. Wenn Sie möchten, können Sie der Figur mit Feile und Schmirgelpapier noch einen Feinschliff verpassen.

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Schritt 5: Die fertige Figur

Damit Sie und die Beschenkten möglichst lange Freude an der Holzfigur haben, sollten Sie diese ggf. noch nachbehandeln. Ist das Holz komplett trocken und die Figur für den Innenbereich gedacht, brauchen Sie nichts weiter zu tun. Handelt es sich um halbtrockenes Holz, dann sollten Sie es am besten mit einer kinderspielzeugtauglichen Innenlasur behandeln (zum Beispiel einer Bienenwachslasur).
Wenn Sie die Skulpturen im Außenbereich platzieren möchten, greifen Sie idealerweise auf Skulpturenwachs für halbtrocken geschnittene Skulpturen zurück. Für die Beleuchtung empfehlen wir LED-Leuchtmittel, welche sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt werden können.

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