Mit Hockdruck: Magnesium Druckguss von STIHL

Bauteile aus Magnesium-Legierungen spielen bei vielen STIHL Motorsägen und -geräten seit jeher eine tragende Rolle. Um die hohen Qualitätsanforderungen dauerhaft zu gewährleisten, gründete STIHL 1971 ein Magnesium-Druckgusswerk. Kurz darauf setzten auch namhafte Hersteller aus Automobil- und Elektrowerkzeugbau auf Präzisionsdruckguss „made by STIHL“. Mittlerweile hat sich die Qualitätsarbeit aus der Eifel aber auch in anderen Industriezweigen längst einen Namen gemacht. Weitere Kunden wie E-Bike-Hersteller und Unternehmen aus der Medizintechnik sind hinzugekommen. Dies hat verschiedene Gründe: Magnesium ist extrem stabil, rund ein Drittel leichter als Aluminium, nahezu unbegrenzt recyclebar und all das bei besten Gießeigenschaften.

Vor 46 Jahren gegründet, ist das Werk in Prüm-Weinsheim in der Eifel heute mit über 600 engagierten Mitarbeitern eines der größten und modernsten Druckgusswerke Europas. Alle Prozesse, Abläufe und Prüfverfahren sind zertifiziert und akkreditiert. Ganze 25.000 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung, die als Produktions-, Lager- und Bürofläche dienen.

Moderne Produktion von Magnesiumbauteilen.

Von der Idee bis zum Endprodukt – der ganze Prozesskreislauf für Bauteile aus Magnesium erfolgt bei STIHL aus einer Hand.

Magnesium als Konstruktionsmaterial ist ein „Hidden Champion“ des 21. Jahrhunderts. Sehr stabil, mechanisch hervorragend zu verarbeiten und mit einer langen Formstandzeit – und das sind nur einige Eigenschaften, denen das Leichtmetall seine unaufhaltsame Karriere verdankt. Magnesium-Gusslegierungen ermöglichen zudem geringe Teilegewichte bei wettbewerbsfähigem Herstellungsaufwand. Weitere Pluspunkte sind ausgezeichnete Bearbeitbarkeit und gute Dämpfungs- und Abschirmungseigenschaften.
Auch unter dem aktuellen Aspekt der Herstellerverantwortung für Produktrecycling und im Sinne der Ressourcenschonung gewinnt Magnesium weiter an Bedeutung: STIHL kauft nicht nur Magnesium, sondern schmilzt auch ausgediente Magnesium-Bauteile sowie Kreislaufmaterialien ein und bereitet diese zu neuem Ausgangsmaterial auf. Sortenreinheit wird gewährleistet, indem die Gussteile mit einer Werkstoffkennzeichnung versehen werden.

Alles aus einer Hand

Damit die Qualität unserer Produkte umfassend gesichert ist, setzen wir bei STIHL auf Produktion im eigenen Haus. Denn wir sind überzeugt: Wer den gesamten Prozess aus einer Hand anbietet, hat die Qualität in allen Phasen voll unter Kontrolle.
In den folgenden Bildern zeigen wir Ihnen, was in der Hightech-Gießerei in Prüm-Weinsheim gemacht wird.

Neue Formen werden in Prüm-Weinsheim anhand von Computersimulationen aufwändig getestet.

Zu Beginn eines Projektes steht die druckgussgerechte Gestaltung eines Bauteils.

Spezialisten aus Konstruktion, Produktion und Qualitätssicherung arbeiten bereits zu Beginn eines Projektes eng mit ihren Kunden zusammen. Sie kümmern sich um die druckgussgerechte Gestaltung eines Bauteils und um rationelle Fertigungsmethoden. Auch das Testen der Bauteile durch aufwendige Computersimulationen gehört dazu.

Die Konturen des Druckgusswerkzeugs werden in Handarbeit gefertigt.

Mehr als 700 Werkzeuge wurden bereits gefertigt.

Präzision ist bei STIHL die Norm: Soll ein neues Magnesium-Bauteil gegossen werden, baut der hauseigene Formservice es in die Druckgießmaschine ein, schließt Elektronik und Hydraulik an. Die hierfür benötigten Werkzeuge werden ebenfalls im eigenen Werkzeugbau gefertigt – in präziser Handarbeit.
Der Einsatz von ausschließlich hochwertigem Warmarbeitsstahl garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität. In Handarbeit führt der Werkzeug- und Formenbau die Feinarbeiten an den Konturen des Druckgusswerkzeugs aus.

In der hauseigenen Gießerei wird das Magnesium eingeschmolzen und zu neuem Material aufbereitet.

Über 4.500 Tonnen Magnesium werden jährlich in der hauseigenen Gießerei eingeschmolzen.

Beim Schmelzprozess zischt es, die Magnesium-Barren stapeln sich, es ist warm: Denn Magnesium schmilzt erst bei 650 Grad Celsius.

Magnesium-Druckgusserzeugnisse werden mit modernsten Maschinen gegossen.

Mit einer Gießkapazität von ca. 6.000 Tonnen pro Jahr ist STIHL einer der leistungsfähigsten Hersteller von Magnesium-Druckgusserzeugnissen in Europa. Zudem verfügt das Werk über eine eigene Pulverbeschichtungsanlage.

Der Begriff Industrie 4.0 ist in Prüm-Weinsheim längst zum Alltag geworden: Voll automatisierte Druckgussmaschinen stellen rund um die Uhr Magnesium-Bauteile her. 21 Maschinen – die größten mit 900 Tonnen Zuhaltekraft – umfasst der beeindruckende Maschinenpark in der Gießerei. Im Druckgusswerk werden so jährlich über 26 Mio. Bauteile angefertigt.

Aus Magnesium hergestellte, beschichtete Gehäuse für STIHL Trennschleifer.

Eine perfekte Optik und idealen Schutz erhalten die Produkte durch Pulverbeschichtungen.

An sogenannten „Gehängen“ warten die zu lackierenden Motorteile auf den nächsten Schritt: die Pulverbeschichtung. Die Oberflächenbehandlung kann dabei in jeder gewünschten Farbe erfolgen und bietet optimalen Schutz.

Im spanenden Fertigungsverfahren werden die Druckgussteile weiterverarbeitet.

Bestückt mit unterschiedlichsten Werkzeugen können in einer Aufspannung zahlreiche Schritte direkt hintereinander durchgeführt werden.

Anschließend gehen die Druckgussteile in die spanende Bearbeitung. Je nach Vorgaben des Arbeitsplans werden die Druckgussteile trocken oder nass weiterbearbeitet.

Bei der Montage der vorgefertigten Bauteile sind häufig auch manuelle Handgriffe notwendig.

Die Gussteile werden vorkonfektioniert oder einbaufertig montiert.

Höchste Sorgfalt ist gewährleistet: Bei der Teil- oder Fertigmontage von Magnesium-Produkten sind neben automatisierten Schritten auch manuelle Eingriffe notwendig. Schließlich werden die Druckgussteile gewissenhaft geprüft.

Ist der Produktionsprozess abgeschlossen, warten die vormontierten Produkte im Lager auf ihre Auslieferung.

Vom Lager in die ganze Welt: Die Druckgusserzeugnisse werden in zahlreiche Länder geliefert.

Der letzte Schritt in Prüm-Weinsheim ist die Auslieferung der Ware durch die eigene Logistik. Rund 26 Millionen Bauteile verlassen das Werk jährlich – darunter auch Bauteile für STIHL Produkte wie Freischneider, Universalmotoren für Blasgeräte und Kettenraddeckel für Motorsägen.

Bei der Montage der vorgefertigten Bauteile sind häufig auch manuelle Handgriffe notwendig.

Die Gussteile werden vorkonfektioniert oder einbaufertig montiert.

An den STIHL Produktionsstandorten in aller Welt werden die Magnesium-Teile anschließend zu Endprodukten montiert.

Sie möchten noch mehr über den Werkstoff Magnesium oder das Druckgusswerk in Prüm-Weinsheim erfahren? Hier geht es zu allen Informationen: www.magnesium.stihl.de

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