Mit „Jugend forscht“ in die USA: STIHL Azubi Patrick Ziesel im Interview

Im vergangenen Jahr hat der STIHL Azubi Patrick Ziesel den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in der Kategorie „Arbeitswelt“ gewonnen (Interview mit „Jugend forscht“ Gewinner Patrick Ziesel). Zusammen mit Joshua Rikker von Bosch hat er einen Holzspalter und eine Fällhilfe entwickelt. Jetzt war Patrick Ziesel auf der ISEF (Intel International Science and Engineering Fair), den „Jugend forscht“ Weltmeisterschaften, in Los Angeles. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen.

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Hallo Patrick Ziesel, seit unserem letzten Interview ist einiges passiert. Sie waren im Mai in Los Angeles und haben als Mitglied des deutschen Teams an der Intel International Science and Engineering Fair teilgenommen. Erklären Sie uns doch einmal, um was es bei der ISEF geht.

Patrick Ziesel (P. Z.): Die ISEF ist der weltweit größte Nachwuchswettbewerb im naturwissenschaftlichen Bereich. Fast 2.000 Teilnehmer stellen dort ihre Projekte zahlreichen Fachjurys vor. Es gibt sieben Fachgebiete. Wir waren dem Fachgebiet „Engineering“ zugeteilt.

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Patrick Ziesel und Joshua Rikker an ihrem Stand auf der ISEF.

Konnten Sie Unterschiede zwischen den einzelnen Länderteams feststellen? Gibt es verschiedene Forschungsschwerpunkte oder besondere Interessen?

P. Z.: Da die ISEF für die Teilnehmer aus den USA auch der nationale Wettbewerb ist, kam über die Hälfte aller Teilnehmer aus den USA. Diese hatten quasi ein „Heimspiel“. Die meisten Forschungsprojekte wurden im Bereich „Engineering“ eingereicht. Dass einzelne Themen in bestimmten Ländern besonders stark gewichtet waren konnten wir nicht feststellen. Im Bereich Engineering waren jedoch sehr viele amerikanische Teams zu finden.

Wer hat den internationalen „Jugend forscht“ Wettbewerb in Ihrer Kategorie gewonnen? Mit welcher Erfindung?

P. Z.: In der Kategorie „Engineering: Electrical and Mechanical“ hat Sarah Nicole Galvin aus den USA den ersten Preis gewonnen. Der Titel ihres Projektes war: „An Innovative Approach to Improve Spin Polarization in Co2FeAl0.5Si0.5 Thin Films for Spin Transport Electronics”

Auch außerhalb des Messegeländes haben Sie einiges erlebt und gesehen. Können Sie uns kurz die Stationen Ihrer Reise schildern?

P. Z.: Um uns auf den Wettbewerb vorzubereiten und die Mentalität der Amerikaner kennen zu lernen, hatten wir uns dazu entschlossen unseren Sommerurlaub vorzuverlegen und eine Rundreise durch den Westen der USA zu machen. Von Frankfurt ging es per Direktflug nach Los Angeles. Im Anschluss haben wir Santa Maria, San Francisco, Sacramento, den Yosemite Nationalpark und das Death Valley besucht. Dann ging es über Las Vegas und San Diego wieder zurück nach Los Angeles.

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Die „Überflieger“ erkunden die USA.

Was war das Highlight der Reise?

P. Z.: Das gesamte Rahmenprogramm des Wettbewerbs war gigantisch. Es wurden ganze Clubs und Restaurants gemietet, um die Teilnehmer zu verpflegen.
Ein Abendprogrammpunkt, der unvergessen bleibt, war die Besichtigung der Universal Studios und des dazugehörigen Freizeitparks, welcher vom Veranstalter komplett gemietet wurde. So mussten wir uns an nirgendwo anstellen.

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Aber natürlich war auch die Rundreise ein Highlight. Einige Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Grand Canyon oder Las Vegas kannte ich bisher nur von Bildern.

Haben Sie Inspirationen für die Zukunft aus den USA mitgebracht?

P. Z.: Definitiv, es war super, die Mentalität der Amerikaner und ihre Lebenseinstellung kennen zu lernen. Ich konnte auf dem Wettbewerb zahlreiche Kontakte knüpfen und mich über Themen informieren von denen ich bisher noch nie gehört hatte.

Wer mehr von Patrick Ziesels Reise in die USA lesen möchte, kann das hier tun: Blog des deutschen ISEF Team 2014

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