STIHL unterstützt die Waldschule des Bergwaldprojekts

Schülerinnen und Schüler ab der ach­ten Klasse können an der Waldschule des Bergwaldprojekts (STIHL unterstützt den Verein Bergwaldprojekt e.V.) teilnehmen und in Projektwochen mehr über Schutz und Pflege des Waldes erfahren. Die Einsätze werden im Unterricht vor- und nachbereitet, sodass deren Bedeutung für den Wald ersichtlich wird. Neben den Waldschulwochen bietet das Berg­waldprojekt auch Freiwilligeneinsätze für Erwachsene und Familien an. STIHL unterstützt die „Waldschule für biologische Vielfalt“.

Der Arbeitseinsatz der Käthe-Kollwitz-Schule ist die erste von zwei Waldschulwochen, die STIHL unterstützt. Die Schüler verrich­ten eine Woche lang praktische Arbeiten in Naturschutzprojekten. So soll Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Biodiversität gefördert werden. STIHL unterstützt das Bergwaldprojekt seit 2005 mit jährlichen Sachspenden. Seit diesem Jahr wurde die Kooperation auf die Waldschule ausgeweitet: Mit 10.000 Euro fördert STIHL Waldeinsätze von Schülerinnen und Schülern in Baden-Württem­berg.

Bergwaldprojekt

Hagelschauer und Gewitter

In Baden-Baden/Deutschland schien noch die Sonne, aber an der Schwarz­waldhochstraße, auf 820 Metern Höhe, hängen die Wolken an den Gipfeln fest. Das Thermometer ist in nur zehn Minuten Fahrt um acht Grad gefallen. Frische fünf Grad Celsius zeigt es jetzt an – und das mitten im Mai. Trotzdem stehen die Schüler aus Bruchsal um 7.30 Uhr einsatzbereit vor ihrer Waldhütte und sind gut gelaunt: Immer­hin regnet es nicht, das war die letzten beiden Tage ganz anders.

Es ist Mittwochmorgen, Halbzeit ihrer Woche beim Bergwald­projekt. Seit Sonntag übernachtet die Klasse mit zwei Lehrern im Waldheim auf der Bühlerhöhe bei Baden-Baden.

Tagsüber arbeiten sie im Wald, pflanzen Bäume, säubern Flächen und erledigen andere Arbeiten, die dem Natur­schutz dienen. Bevor es heute losgeht, ruft der Projektleiter die Schüler zur Morgenrunde. Jeder soll ein erstes Resümee ziehen: seinen persönlichen Tiefpunkt der ersten beiden Tage und seinen Höhepunkt. Die Schüler zählen Regenschauer, Hagel­schauer und Gewitter auf, die sie über sich ergehen lassen muss­ten. Begeistert hat sie dagegen die Aussicht vom Berg hinunter ins Tal, eine aufregende Flussdurchquerung und vor allem die war­men Mahlzeiten.

Freiwillige Hilfe, die ankommt

Nach der Morgenrunde geht es in Kleinbussen auf den Berg. Knapp 100 Meter höher ist die Luft noch einmal eisiger. Aber die Wolkendecke ist aufgebrochen und die Sonne lässt auf wär­mere Temperaturen hoffen. Auf dem Waldweg stehen schon rund 100 kleine Weißtannen bereit, die an den Hang gepflanzt werden sollen.

Das Bergwaldprojekt arbeitet bei seinen Einsätzen stets mit den Forstbehörden vor Ort zusammen. So werden von den frei­willigen Helfern Arbeiten erledigt, die dringend notwendig sind, für die das Forstamt aber zu wenig Mitarbeiter hat. Der Projektleiter erklärt den Tageseinsatz: Die Schüler arbeiten in Zweier-Teams.

Einer lockert mit der Wiedehopfhaue – einer Mischung aus Axt und Schaufel – zunächst den Waldboden und hebt dann ein Loch aus. Der Zweite pflanzt die kleine Tanne ein. Dabei ist es wichtig, dass die junge Pflanze möglichst viel Mineralerde erhält. Diese findet sich in der unteren Schicht des Waldbodens. „In einer Handvoll Mineralerde befinden sich mehr Lebewesen, als Menschen auf der Erde leben“, erklärt ein Projektleiter der Waldschule. Im steinigen Untergrund des Hangs ist sie allerdings gar nicht so leicht zu finden.

Bergwaldprojekt

Natur pur

Bis zum Mittag hat sich die Gruppe in sechs Reihen den Berg hin­unter gearbeitet. Zum Essen geht es wieder hinauf, teilweise auf allen Vieren, weil der Hang so steil ist. Oben angekommen, sit­zen alle still und erschöpft um das vorbereitete Feuer herum und nehmen ihr Essen entgegen. Doch mit jedem Löffel Eintopf steigt der Geräuschpegel, in die Gesichter kehrt Farbe zurück. Bis zum Nachtisch herrscht schon wieder eine ausgelassene Atmosphäre.

„Der ganze Boden ist voller Steinbrocken, die ich erst einmal aus­buddeln musste“, berichtet Anja, während Natascha erzählt, wie anstrengend es ist, Pflanzen den Hang hinunterzutragen. Die Jugendlichen zeigen vollen Einsatz, packen trotz Widrig­keiten tatkräftig an. Pflichtbewusst setzen sie jede Tanne mit zwei Metern Abstand zur nächsten und graben sie tief ins Erdreich ein. Denn ihre Arbeit soll sich lohnen. Nur wenn sich die Pflan­zen fest im Boden verankern, können sie wachsen.

Keine Frage: In den Waldschulwochen wird Naturschutz für Schüler erleb­bar. Denn praktisch angewandtes Wissen erlernt sich bekanntlich leichter. „Fichtenzweige sind viel härter als Tannenzweige“, sagt etwa Bettina, nachdem sie sich durch ein Dickicht junger Fich­ten gekämpft hat. Auch das ist eine hautnahe Naturerfahrung.

Mehr Informationen über das Bergwaldprojekt gibt es auf www.bergwaldprojekt.de.

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