STIHL Geschichte Teil 2: STIHL gibt der Nachkriegskrise „Contra“ (1945-1970)

Als Andreas Stihl 1926  seine erste Motorsäge entwickelte, wollte er – so seine Vision – den „Menschen die Arbeit mit und in der Natur erleichtern“. Seit 1971 ist STIHL die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt. Seit der Gründung durch Andreas Stihl hat sich das Unternehmen von einem Einmann-Betrieb zu einem international tätigen Motorsägen- und Motorgerätehersteller entwickelt. In vier Blogbeiträgen geben wir einen Einblick in die bewegte Unternehmensgeschichte. In Teil 2 geht es um die Zeit von 1945 bis 1970.

STIHL gibt der Krise „Contra“

Nach dem Krieg sieht sich Andreas Stihl mit schwierigen Herausforderungen konfrontiert. Sein

Treuhänder Karl Gutjahr kann zwar bereits im Juni 1945 den Betrieb in Waiblingen-Neustadt, dem heutigen Stammsitz, wieder eröffnen, aber von den einst 500 Mitarbeitern sind gerade noch 80 da. Das Sägengeschäft liegt am Boden, weil die Menschen gebrauchte Geräte reparieren und keine neuen kaufen. STIHL steckt in der Krise.

Mit einer hoch motivierten Belegschaft, zum Teil noch aus den Gründungsjahren, und neuen Produkten arbeitet sich STIHL wieder nach oben. 1959 kommt die legendäre Contra auf den

Markt. Die getriebelose Benzinmotorsäge Contra revolutioniert die Waldarbeit. Mit 12 kg und 6 PS ist sie leichter und effizienter als alle anderen Produkte auf dem Markt. Forstbetriebe können ihre Produktivität um bis zu 200 Prozent steigern. Mit der Benzinmotorsäge fährt STIHL zweistellige Umsatzsteigerungen ein.

1959: die STIHL Contra

1959: die STIHL Contra

Das Familienunternehmen STIHL

Zunächst noch unauffällig, dann aber umso prägender für die gesamte weitere Entwicklung

des Unternehmens ist der Eintritt von Hans Peter Stihl und seiner Schwester Eva in die Firma, die sich nach und nach Schlüsselpositionen erarbeiten. Den Vater und Firmengründer binden sie in alle wichtigen Entscheidungen mit ein.

Eva Stihl, Andreas Stihl und Hans Peter Stihl (von links nach rechts)

Eva Stihl, Andreas Stihl und Hans Peter Stihl (von links nach rechts)

1960 wandelt Andreas Stihl, der jetzt 64 Jahre alt ist, das Unternehmen in eine KG um und beteiligt seine vier Kinder zu gleichen Teilen als Kommanditisten. STIHL zählt zu diesem Zeitpunkt knapp 640 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund 25 Millionen DM.

Innovationen am laufenden Band

Als erster Hersteller überhaupt stattet STIHL 1964 die Motorsägen mit einem Antivibrationsgriff aus.

1964: die ersten Motorsägen mit Antivibrationsgriff

1964: die ersten Motorsägen mit Antivibrationsgriff

1965 entsteht eine hochmoderne Anlage für Sägeketten und Führungsschienen in Waiblingen-Neustadt. STIHL fertigt diese Komponenten auch heute noch selbst.

Fertigungsstätte für Sägeketten und Führungsschienen in Waiblingen-Neustadt 1965.

Fertigungsstätte für Sägeketten und Führungsschienen in Waiblingen-Neustadt 1965.

Generationswechsel im Familienunternehmen

Nach Andreas Stihls Tod im Jahr 1973 übernehmen Eva und Hans Peter Stihl die Führung des operativen Geschäfts. 1978 tritt der Bruder Dr. Rüdiger Stihl in das Unternehmen ein. Weitere Kommanditistin ist Gerhild Schetter (geb. Stihl).

Noch ist die Maschinenfabrik stark handwerklich geprägt, doch das rasante Wachstum – zwei neue Werke sind bereits im Bau – fordert ein Umdenken. Die Geschwister Eva und Hans Peter Stihl wollen die Firma umstrukturieren und ein modernes Industrieunternehmen schaffen. Wichtige Schritte in diese Richtung sind die Erweiterung der Produktionsanlagen und der Aufbau einer eigenen Vertriebsstruktur. Den Anfang macht STIHL mit einer  Vertriebsniederlassung in Österreich.

Wie es von 1970 bis 1995 weiterging, lesen Sie in unserem Artikel STIHL Geschichte Teil 3: Strategie „Selber machen“: Fertigung, Vertrieb und Fachhandel aus einer Hand (1970-1995).

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3 Polaroids mit historischen Bildern und einer Silhouette

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