STIHL Geschichte Teil 3: Strategie „Selber machen“: Fertigung, Vertrieb und Fachhandel aus einer Hand (1970-1995)

Als Andreas Stihl 1926 seine erste Motorsäge entwickelte, wollte er – so seine Vision – den „Menschen die Arbeit mit und in der Natur erleichtern“. Seit 1971 ist STIHL die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt. Seit der Gründung durch Andreas Stihl hat sich das Unternehmen von einem Einmann-Betrieb zu einem international tätigen Motorsägen- und Motorgerätehersteller entwickelt. In vier Blogbeiträgen geben wir einen Einblick in die bewegte Unternehmensgeschichte. In Teil 3 geht es um die Zeit von 1970 bis 1995.

Fertigung und Vertrieb in der eigenen Hand

Ende der 60er-Jahre zieht sich Andreas Stihl aus gesundheitlichen Gründen mehr und mehr aus dem Unternehmen zurück. Sein Sohn Hans Peter Stihl wird 1971 persönlich haftender Gesellschafter. Er und seine Schwester Eva setzen bereits seit einigen Jahren zielstrebig auf eine Strategie: Sie wollen den Vertrieb in die eigene Hand nehmen.

Getreu dem Motto „Selbst fertigen und selbst vertreiben“ werden eigene Produktions- und Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland gegründet. Die unternehmerische Weitsicht der beiden Geschwister und das Festhalten an der Vertriebsstrategie zahlen sich aus. Seit 1971 ist STIHL die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt.

Mit steigender Nachfrage entstehen neue Produktionsstätten in Brasilien, der Schweiz und in den USA. Auch ein eigenes Magnesium-Druckgusswerk wird gebaut. Die Werke versorgen nicht nur die jeweiligen Heimatmärkte, sie stehen auch im Wettbewerb untereinander. Auf diese Weise wird zum einen kostengünstiger produziert, zum anderen erreicht STIHL eine hohe Fertigungstiefe und kann wesentliche Komponenten selbst herstellen. Mit dem weltweiten Fertigungsverbund wird STIHL zum Global Player, ohne allerdings seine familiären Strukturen aufzugeben.

Die Gründung der Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Brasilien 1973 ist Teil des Auftaktes für einen weltweiten Fertigungs- und Vertriebsverbund.

Die Gründung der Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Brasilien 1973 ist Teil des Auftaktes für einen weltweiten Fertigungs- und Vertriebsverbund.

Auch der Qualitätsanspruch steigt: Konsequent optimieren die STIHL Ingenieure die Leistung der Geräte und arbeiten an der Produktsicherheit, dem Bedienkomfort und an der Senkung der Abgaswerte.

Vertriebsweg Fachhandel

Das Bindeglied zum Kunden sind die geschulten und autorisierten STIHL Fachhändler. Diese können zum einen kompetent beraten, zum anderen melden sie, wenn bei Neuentwicklungen Probleme auftauchen. Heute sind es mehr als 40.000, die in über 160 Ländern STIHL Produkte vertreiben.

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Persönliche Beratung beim STIHL Fachhändler

Sägen, schleifen, schneiden – Produktvielfalt und organisches Wachstum

Seit Mitte der 60er-Jahre wächst die STIHL Produktpalette stetig. Rund um die Säge werden zahlreiche weitere handgetragene Motorgeräte entwickelt: Trennschleifer, Freischneider, Heckenscheren, Motorsensen, Bohrgeräte sowie Blas-, Spritz- und Sprühgeräte. Heute mit Benzin-, Elektro- und Akku-Antrieb.

Mitte der 70er-Jahre kommen die ersten Motorsensen für den privaten Einsatz hinzu.

Mitte der 70er-Jahre kommen die ersten Motorsensen für den privaten Einsatz hinzu.

Neben Leistung und Gewicht spielen vor allem Bedienkomfort, Arbeits- und Umweltschutz eine immer größere Rolle.

1988 entwickelt STIHL den weltweit ersten Katalysator für Zweitaktmotoren.

1988 entwickelt STIHL den weltweit ersten Katalysator für Zweitaktmotoren.

Betriebsstoffe und persönliche Schutzausstattung ergänzen das Sortiment. Und mit dem Zukauf des Gartengeräteherstellers VIKING deckt STIHL ab 1992 neben dem Forst und Baubereich auch das Gartensegment ab.

Die dritte Generation tritt an

1992 tritt Dr. Nikolas Stihl, der Sohn von Hans Peter Stihl, in die Unternehmensgruppe ein. Von 1993 bis 2011 ist er außerdem Geschäftsführer der VIKING GmbH mit Sitz in Langkampfen, Österreich. 2012 übernimmt er den Vorsitz von Beirat und Aufsichtsrat. Hans Peter Stihl wird Ehrenvorsitzender, Eva Mayr-Stihl bleibt weiterhin stellvertretende Beiratsvorsitzende.

Wie es von 1995 bis 2016 weiterging, lesen Sie in unserem Artikel STIHL Geschichte Teil 4: Eine neue Struktur und die Kraft zu wachsen (1995-2016).

Seit wann sind Sie Teil der STIHL Geschichte?

Wir feiern 90 Jahre STIHL. Zeigen Sie uns anlässlich des Firmenjubiläums, was Sie mit unserem Unternehmen verbindet. Laden Sie ein Bild von sich auf unserer Kampagnenseite hoch: geschichte.stihl.de

3 Polaroids mit historischen Bildern und einer Silhouette

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