Naturschutz im Moor: STIHL unterstützt Bergwaldprojekt e.V.

Früher galten sie als undurchdringliche und nicht nutzbare Landschaften, heute sieht man sie als schützenswerten und einzigartigen Vegetationsraum: Intakte Moore bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, dienen als Wasserrückhalt und nehmen eine besondere Rolle im Klimaschutz ein, da sie CO2 speichern.

Viele Moore wurden jedoch gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit Hilfe von Entwässerungsgräben trockengelegt. Ziel war es, die Flächen für die Land- und Forstwirtschaft nutzbar zu machen. Heute weiß man: Ein entwässertes Moor wirkt sich nicht länger regulierend auf das Klima aus, weil es das gespeicherte CO2 freigibt und so zur Erderwärmung beiträgt.

Aus diesen Gründen versucht der Verein Bergwaldprojekt e.V., die Entwässerung umzukehren und trockene Moore zu retten. Die sogenannte Wiedervernässung gilt als eine der effektivsten Klimaschutzmaßnahmen im Landnutzungsbereich. Der Verein setzt sich deshalb seit vielen Jahren für die Revitalisierung von Mooren ein und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Harz (Deutschland) ein spezielles Verfahren zur Wiedervernässung. Dieses wird überall eingesetzt – so auch im Sommer 2017 im Hunsrück.

Intaktes Moor im Hunsrück.

Ein Moor besteht hauptsächlich aus Torf und Wasser. Torf hat dabei die Eigenschaft Kohlenstoff (CO2) dauerhaft zu binden, was sich kühlend auf das Klima auswirkt.

Moorschutz ist Klimaschutz: Geschädigte Moore wiederherstellen

Um ein entwässertes Moor wiederherzustellen, gilt es, den allgemeinen Wasserstand zu erhöhen. Dafür müssen die einst zur Entwässerung angelegten Gräben aufgestaut werden. Das verhindert den permanenten Wasserabfluss und hält künftiges Regenwasser besser im Moor. Über viele Jahre kann sich das Moor so erholen und auch Pflanzen sowie Tiere siedeln sich erneut an.

Die Wiedervernässung im Hunsrück: Engagement, Muskelkraft und Motorsägen

Für die Wiederherstellung des Moors benötigen die freiwilligen Helfer allerlei Gerät wie Spaten, Schaufeln und Sägen. Dabei kommt auch die STIHL Motorsäge MS 261 zum Einsatz. Wir zeigen Ihnen, wie die „Moorrettung“ im Hunsrück abläuft:

Bevor es an die Kettensäge geht, wird zunächst quer zum ehemaligen Entwässerungsgraben ein rund ein Meter breiter Schacht ausgehoben. Dabei wird berücksichtigt, dass das spätere Bauwerk eine Mindesthöhe von zwei Metern aufweisen muss, damit es nicht unterspült werden kann.

Aufbereitung eines gefällten Baums.

Für die benötigten Stützpfähle werden Waldkiefern fachgerecht gefällt, entrindet und angespitzt.

Nach dem Ausheben kommt die STIHL MS 261 zum Einsatz: Die auf dem Moor stockenden Waldkiefern werden fachgerecht gefällt, entastet, abgelängt und angespitzt, um die benötigten Stützpfähle für die Bauwerke zu gewinnen.

Aufbau eines Bauwerks zur Wiedervernässung des Moors im Hunsrück.

Mit Hilfe einer Rammkatze werden die Pfähle in den Grabenboden gerammt und die Bohlen miteinander vernagelt.

Nachdem die Baumstämme entrindet sind, werden die entstandenen Pfähle in der den Grabenboden eingerammt. Anschließend werden die Pfähle durch quer vernagelte Bohlen miteinander verbunden.

Mit Spaten werden Grassoden gestochen. Zum Schluss wird die Sohle mit Grassoden bedeckt.

Freiwillige Helfer stechen Grassoden, mit denen der Graben später ausgekleidet wird.

Eine weitere Gruppe von Helfern sticht währenddessen Grassoden aus, mit denen die Gräben verkleidet werden. Sie sorgen dafür, dass sich mitgeschwemmtes Material ansammeln kann und so den Wasserabfluss langfristig verringert. Anschließend wird der Graben mit dem Torfaushub wieder aufgeschüttet und das Bauwerk zusätzlich abgedeckt.

Das Team steht auf dem gefluteten Graben zur Wiederherstellung des Moors.

Das Team ist zufrieden: Ein wichtiger Schritt zur Wiedervernässung ist geschafft.

Mehr Informationen zur Unterstützung des Bergwaldprojekts durch STIHL finden Sie in unseren Blog-Artikeln „STIHL unterstützt den Verein Bergwaldprojekt e.V.“ und „STIHL unterstützt die Waldschule des Bergwaldprojekts“.

Wenn Sie noch mehr Informationen zum Bergwaldprojekt e.V. möchten, besuchen Sie die Vereins-Webseite unter: www.bergwaldprojekt.de

Allen Informationen rund um das Umwelt-Engagement von STIHL finden Sie hier: http://www.stihl.de/umwelt-und-gesellschaft.aspx

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