Baumfällung am Schloss Hohenheim

Der Ausruf „Baum fällt“ hallt durch den Park. Eine 170 Jahre alte Buche mit einem beeindruckenden Stammdurchmesser von 120 Zentimetern geht zu Boden. Alle sind zufrieden, die Planung hat sich gelohnt. Denn die Fällung eines so starken Baumes ist keinesfalls alltäglich: So ist die Buche nicht nur groß, sondern auch tonnenschwer. Die Fällung ist dementsprechend auch für Profis eine echte Herausforderung.
Diese Gelegenheit ließ sich STIHL nicht entgehen und war mit drei Mitarbeitern vor Ort, um die Baumpfleger aktiv zu unterstützen. Mit im Gepäck waren fünf leistungsstarke Motorsägen, um immer bestens ausgerüstet zu sein: So musste neben der Fällung ein Spitz-Ahorn stark gekürzt werden. Hierfür ging es im Hubsteiger auf 20 Meter Höhe, um in der Baumkrone arbeiten zu können.
Schauplatz der Aktion war die Parkanlage Hohenheim im Süden Deutschlands.

Ein Fotograf hat die spektakuläre Aktion für Sie in Bildern festgehalten und wir berichten Ihnen von den spannendsten Momenten.

Am Morgen: Vorbereitung der Baumfällung

Der Schlosspark am Morgen vor der Baumfällung. Die Buche und der Spitz-Ahorn stehen noch.

Am frühen Morgen vor der Baumfällung. Die Buche (mittig) und der Spitz-Ahorn (nebenstehend links) stehen noch.

Frühmorgens im Schlosspark: Am Morgen der Baumfällung steht die 170 Jahre alte Buche noch. Diese ist von einem Riesenporling befallen. Die Pilzart tritt meist an der Stammbasis oder den Baumwurzeln auf und gefährdet die Standsicherheit eines Baumes maßgeblich.

Zur linken Seite der Buche steht der Spitz-Ahorn, an dem bei einer Baumkontrolle ebenfalls Schäden festgestellt wurden. Der Ahorn ist insbesondere im Stammbereich von starken Aushöhlungen betroffen. Stand der Baum bislang im Windschatten der Buche, muss seine Baumkrone nun deutlich gekürzt werden, um die Standsicherheit weiter zu gewährleisten. Beide Bäume stellten so ein gravierendes Sicherheitsrisiko für die Besucher des Schlossparks dar.

Die Sägeketten werden geschärft und die Motorsägen mit Kraftstoff befüllt.

Vorbereitung der Motorsägen für die Baumfällung.

Die Vorbereitungen laufen an: Um die Baumfällung durchzuführen, sind am Tag der Aktion insgesamt neun Personen vor Ort – unter Ihnen drei erfahrene Baumpfleger sowie drei STIHL Profis.
Doch bevor es an die Arbeit geht, werden zunächst alle STIHL Motorsägen vorbereitet. Die Sägeketten zu schärfen und die Motorsägen mit Kettenhaftöl und Kraftstoff zu befüllen, steht dabei an erster Stelle.
Insgesamt haben die Baumpflege-Profis fünf Kettensägen dabei, um in jeder Situation richtig ausgerüstet zu sein – wie die STIHL Baumpflegesäge MS 201 T für kleinere Baumpflegearbeiten im Hubsteiger oder die STIHL Starkholzsäge MS 880 zum Ablängen des Stammes.

Vormittag: Die Baumpflegearbeiten beginnen

Aus dem Hubsteiger wird der Spitz-Ahorn gekürzt. Zum Kürzen der Äste kam eine MS 201 zum Einsatz.

Äste und Zweige des Spitz-Ahorns werden mit der MS 201 T gekürzt.

Kürzen des Spitz-Ahorns: Mit einer stolzen Baum-Höhe von 24 Metern ragt der Spitz-Ahorn in den Himmel. Um die Baumkrone fachgerecht zu kürzen, geht es deshalb mit dem Hubsteiger hoch hinaus. Von der Arbeitsplattform aus kappt der Baumpfleger die kleineren Äste mit einer STIHL MS 201 TC-M. Für die dickeren Stämme kommt eine STIHL MS 661 C-M zum Einsatz. Durch das Kürzen der Baum-Höhe auf etwa 9 Meter wird so die Standfestigkeit des Ahorns wiederhergestellt.

Der Stamm steht weiterhin als Biotop im Schlosspark, um als Lebensraum für heimische Tiere zu dienen.

Die Baumkrone des Ahorns musste stark eingekürzt werden.

Nach den Arbeiten im Hubsteiger wurden die abgesägten Äste zusammengetragen.

Zurück auf dem Boden: Nach der Kappung der Baumkrone werden die Äste und Zweige mit Hilfe eines Traktors zusammengetragen, um das Gelände für die Buchenfällung frei zu räumen.

Nachmittag: Fällung der Buche

Zwei Baumpfleger gehen mit dem am Traktor befestigten Seil zum Baum.

Sicherheit geht vor: Mit einem Seil wird die Fallrichtung der Buche zusätzlich kontrolliert.

Mit Spaß an die Arbeit: Die vom Riesenporling befallene Buche weist einen Durchmesser von 120 Zentimetern auf und trägt eine volle Baumkrone. Da diese zuvor nicht gekürzt wurde, muss für die Landungs-Schneise ein besonders großes Areal gesichert werden. Das bedarf einiger Planung sowie umfassende Sicherheitsvorkehrungen: Um die Fallrichtung der Buche noch besser kontrollieren zu können, befestigen die Baumpfleger daher ein Seil an dem Baum. Das andere Ende wird an einem Traktor befestigt. Dies ermöglicht es, die Fallrichtung auch bei einer ungünstigen Gewichtsverteilung einzuhalten.

Aussägen des Fallkerbs mit der STIHL Motorsäge.

Aussägen des Fallkerbs.

Ein starker Baum: Nach der Absicherung der Umgebung geht es für die Profis wieder an die Säge. Zunächst wird ein Fallkerb ausgesägt, der die Kipprichtung der Buche vorgibt. Aber ein einfacher V-förmiger Schnitt reicht bei einem Stammdurchmesser von über einem Meter nicht aus. Die Profis setzen zum Herzschnitt an (Bild rechts). Dieser verringert die Gefahr, dass der Stamm aus seiner Mitte aufreißt, und stellt sicher, dass alle Holzfasern durchtrennt werden.

Es wird ein Fällschnitt durchgeführt. Der Baum wird jetzt nur noch durch das Halteband zusammengehalten.

Die letzten Arbeitsschritte. Nach dem Fällschnitt verhindert nur noch das Halteband das Umstürzen des Baumes.

Höchste Konzentration: Um sicherzustellen, dass der Baumstamm nicht vollständig durchtrennt wird und frühzeitig kippt, wird der Fällschnitt zunächst durch Kreuze auf dem Baumstamm markiert. Dennoch ist die Konzentration beim Setzen der letzten Schnitten groß, da die Buche anschließend nur noch von einem nur wenige Zentimeter starken Halteband getragen wird. Im Einsatz ist eine STIHL MS 661 C-M.

Die Buche fällt nach dem Durchtrennen des Haltebandes.

Nach dem Durchtrennen des Haltebandes fällt die Buche.

Achtung – Baum fällt: Erst langsam und dann immer schneller fällt die Buche, bis sie auf den Boden aufschlägt.

Sie fällt wie geplant in die vorgesehene Schneise. Die Baumpflege-Profis sind zufrieden. Aber die Arbeit ist noch nicht getan: Die Buche muss noch zerkleinert werden.

Der Baum ist an vielen Stellen durch den Aufprall gebrochen.

Durch den Aufprall ist die Buche an vielen Stellen gebrochen.

Den Baumstamm zersägen: Durch das hohe Eigengewicht der Buche und dem harten Aufprall auf dem Boden ist das Holz an vielen Stellen gebrochen. Doch die Bruchstellen reichen nicht aus: Um den massiven Buchenstamm für den Abtransport vorzubereiten, wird dieser mit der Motorsäge weiter zerkleinert. Der Stamm wird fachgerecht abgelängt und von Ästen befreit.

Die Buche wird mit einer STIHL MS 880 abgelängt und die Baumwurzel gekürzt.

Die massive Buche wurde mit einer MS 880 zerkleinert.

Die Späne fliegen: Aufgrund des Stammdurchmesser kommt zum Ablängen des Stammens sowie zum Kürzen der Baumwurzel eine STIHL MS 880 zum Einsatz.

Abend: Abtransport des Holzes

Die Wurzel der Buche wird mit einem Traktor abtransportiert.

Die Wurzel der Buche wird mit dem Traktor abtransportiert.

Transport eines Schwergewichts: Nach der erfolgreichen Zerkleinerung des Baumes wird das Parkgelände freigeräumt. Die obere Baumwurzel wird dabei mit einem Traktor abtransportiert. Damit der Greifer des Traktors besseren Halt findet, wurden extra Keile in die Wurzel gesägt. Mit einem geschätzten Eigengewicht von einer Tonne bringt die Wurzel den Schlepper dennoch an seine Grenzen.

Der Schlosspark am Abend. Die Buche ist nicht länger zu sehen und die Baumkrone des Ahorns ist stark gekürzt.

Der Schlosspark am Abend der Baumfällung. Die Buche wurde gefällt und der Spitz-Ahorn wie geplant gekürzt.

Ein arbeitsreicher Tag geht zu Ende: Nach Ende der Aufräumarbeiten sehen Sie hier das Ergebnis der Baumfäll-Aktion. Die Buche wurde erfolgreich gefällt. Weiter links im Bild ist der stark eingekürzte Spitz-Ahorn zu sehen.

Passende Motorsägen zu diesem Artikel

MS 362 C-M
MS 391
MS 462 C-M

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