STIHL Garten-Tipp: Kompostieren

Wussten Sie, dass Kompost der älteste und natürlichste Dünger der Welt ist? Er enthält viele wichtige Nährstoffe und Spurenelemente für Ihren Gartenboden. Als Dünger für Gemüse- oder Blumenbeete fördert er das Pflanzenwachstum und stärkt die Gesundheit Ihrer Gartenpflanzen. Grundsätzlich können Sie den wertvollen Naturdünger ganz einfach selbst herstellen, indem Sie aus Grünschnitt, Laub, Rasenschnitt und Abfälle wie Gemüsereste einen Kompost anlegen. Außerdem verwerten Sie so alle organischen Küchen- und Gartenabfälle.

Damit auch Sie Ihren Pflanzen mit selbst produziertem Humus etwas Gutes tun können, haben wir Ihnen als Teil unserer Beitragsreihe „STIHL Garten-Tipp“ die wichtigsten Tipps und Tricks zum ersten Anlegen und Befüllen von Kompost zusammengestellt.

Silos zur Kompostierung stehen geschützt und mit direktem Anschluss zur Erde im Garten.

Geschützt, gut durchlüftet und mit direktem Anschluss zur Erde: Holzbehälter sind ideal zur Kompostierung.

Kompost: Dünger einfach selbst produzieren

Mit dem Kompostieren lassen sich gleich mehrere Vorteile verbinden. Zunächst einmal sparen Sie jede Menge Geld, denn es muss weniger Dünger gekauft werden. Vor allem aber nutzen Sie die Wertstoffe, die Ihr Garten abgibt. Verblühte Pflanzen sowie Schnittgut gehen nicht einfach verloren, sondern werden der Erde als Nährstofflieferant wieder zugeführt. In nur einer Handvoll Kompost befinden sich dabei rund zehn Milliarden Organismen. Die Folge: Ihre Pflanzen werden widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und wachsen schneller.

Alles, was Sie zum Kompostieren brauchen, ist die passende Grundausstattung und etwas Geduld.

Unsere Expertentipps zum Thema Kompostieren:

  1. Den passenden Standort finden: Zunächst gilt es, einen Platz auszuwählen, der Schutz vor Wind, starker Sonneneinstrahlung und kräftigem Regen bietet. Auswaschung, Staunässe und Austrocknung sind Gift für guten Kompost. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Kompostbehälter auf der Erde steht, denn so können Regenwürmer und andere Kleinorganismen leichter in das Kompostgut eindringen. Bedenken Sie, dass der Standort Ihnen genügend Platz zum Sammeln, Sortieren und Umsetzen bietet.
  2. Das Material für den Behälter: Für den Bau des Behälters raten wir Ihnen, auf Holz oder Kunststoff zurückgreifen. Diese Materialien bieten die nötige Widerstandsfähigkeit und halten den äußeren Einwirkungen über längere Zeit stand. Da Kompost unbedingt Luft braucht, sollten Sie einen zu den Seiten hin offenen Behälter wählen oder selbst bauen.
    Haben Sie einen großen Garten, empfehlen wir Ihnen, zwei bis drei Kompostbehälter aufzustellen. So können Sie Ihre Bio-Abfälle einem Kompost zuführen, während ein anderer in der Ruhephase ist.
Ein Komposthaufen im Garten bringt viele Vorteile.

Wer seinen eigenen Dünger produziert, spart Geld, verbessert die Bodenbeschaffenheit und nutzt den Kreislauf der Natur.

  1. Auf die richtige Mischung kommt es an: Gröbere Abfälle wie zum Beispiel Strauchschnitt sollten Sie stets gut mit feuchten Gemüseresten und trockenen, nährstoffarmen Bestandteilen wie Holzhäcksel oder Laub vermengen. Achten Sie darauf, niemals große Mengen des gleichen Materials aufzulegen, denn das kann für die gleichmäßige Verrottung hinderlich sein. Guter Dünger entsteht, wenn bei der Kompostierung das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff bei 25:1 oder 30:1 eingehalten wird.
  2. Was alles auf den Kompost darf: Entscheidend für die Qualität des Naturdüngers sind seine Bestandteile. Kompostieren lassen sich alle organischen, verrottbaren Materialien. Dies können jegliche Überreste aus dem Garten oder auch Hausabfälle sein. Es gilt: Je vielfältiger die Mischung der Abfälle, desto wertvoller der Kompost.
    Achtung: Speisereste tierischen Ursprungs haben in einem Kompostbehälter nichts verloren. Denn der Geruch dieser Produkte kann Tiere wie heimische Füchse anziehen.

Checkliste: Was darf alles auf den Kompost?

Die Checkliste „Was darf alles auf den Kompost?“ können Sie sich hier herunterladen und in Ihrer Küche oder in Ihrem Geräteschuppen aufhängen.

  1. Grünschnitt und Gartenabfälle zerkleinern: Auch Grünschnitt wie die von den Hecken und Sträuchern abgetrennten Äste und Zweige gehören auf den Kompost. Die Pflanzenreste sind jedoch vorher zu zerkleinern. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche für Mikroben und die Gartenabfälle verrotten schneller. Wir raten Ihnen, sich die Arbeit durch einen Garten-Häcksler zu erleichtern, der die Abfälle mit seinem Messersystem schnell und mühelos zerschneidet.
  2. Geduld haben: Je nach Jahreszeit und Außentemperatur dauert der Prozess etwa sechs bis zwölf Monate, bis aus den verschiedenen Inhalten ein nährstoffreicher Humus geworden ist. Nicht vergessen: Der Kompost braucht zwar seine Ruhe, sollte aber von Zeit zu Zeit umgesetzt bzw. umgegraben werden. Das heißt, hat sich die Menge Ihres Komposthaufens etwa um ein Drittel reduziert, sollten Sie zur Schaufel greifen. Das fördert die Durchlüftung und beschleunigt den Kompostierungsprozess.

Sie erkennen den reifen Kompost daran, dass er angenehm nach Waldboden und Pilzen riecht. Guter fertiger Kompost stinkt nicht.

Mit einem Garten-Häcksler schnell zum besten Dünger

Über gut gedeihende Pflanzen freut sich jeder Gärtner, aber zur Pflanzenpflege gehört auch ein gesunder Rückschnitt. So entstehende Gartenabfälle können Sie weiterverarbeiten, indem Sie diese unter den Kompost mischen. Weil die Zersetzung andernfalls zu lange dauert, raten wir Ihnen, den Grünschnitt zunächst zu zerkleinern. Diese Aufgabe erleichtern Ihnen Garten-Häcksler von STIHL und VIKING in mehrfacher Hinsicht: Sie verringern das Volumen des Schnittgutes enorm und zerteilen die Pflanzenreste so, dass sie später schneller zu hochwertigem Dünger verrotten. Auch Blumenschnitt, Gemüse- und Obstreste können mit dem Häcksler zerkleinert werden, um den Zersetzungsprozess zu beschleunigen.

Mittels Häcksler zerkleinerter Grünschnitt begünstigt die Entstehung von Kompost.

Mit einem Garten-Häcksler reduzieren Sie das Volumen Ihres Grünschnitts um durchschnittlich 75 %.

Möchten Sie Herbstlaub für den Kompost nutzen, können Sie dieses ebenfalls einfach mit dem Garten-Häcksler zerkleinern. Vermengt mit frischem Rasenschnitt macht es sich dabei am besten: Durch das trockene Laub kommt Luft an den Rasenschnitt und Fäulnis wird verhindert. Außerdem reichern die Blätter den Grünschnitt mit Kohlenstoff an – die beste Voraussetzung für eine gelungene Kompostierung.

Unsere Auswahlhilfe hilft Ihnen herauszufinden, welches Häcksler-Modell für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist. Auch Ihr STIHL Fachhändler berät Sie gerne, wenn Sie Fragen haben.

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