DIY – Gartentisch aus Holz

Nichts geht über eine Sitzecke im Garten zum Verweilen und Entspannen. Vielleicht haben Sie ja schon unsere DIY-Gartenbank aus Holz zuhause, zu der Ihnen noch der passende Tisch fehlt. In der folgenden Anleitung erklären wir Ihnen, wie Sie sich einen rustikalen Holztisch ganz einfach selbst bauen können.

Rustikaler Gartentisch aus Holz

Egal ob zum Essen, Arbeiten oder einfach zum Verweilen – ein Tisch gehört in jeden Garten. Umso schöner, wenn es sich dabei um ein selbstgebautes Stück handelt.

Das passende Holz

Jedes Holz hat seine Vor- und Nachteile. So sind bestimmte Nadelhölzer zwar besonders witterungsbeständig, sie neigen aber auch verstärkt zum Harzen und müssen daher richtig behandelt werden. Suchen Sie sich das Holz am besten nach Ihren Vorlieben aus. Besonders gut eignen sich für einen rustikalen Gartentisch beispielsweise Douglasie, Kiefer oder Lärche.

Benötigtes Material für den DIY-Gartentisch

  • Für die Tischplatte:
    • 2 Bretter (min. 30 cm breit, Länge je nach gewünschter Tischlänge)
  • Für die Tischbeine:
    • Rundholz (ca. 20 cm Durchmesser, ohne Rinde)
  • Für die Verbindungsstrebe:
    • Rundholz (ca. 10 cm Durchmesser, ohne Rinde, Länge je nach gewünschter Tischlänge)
  • Motorsäge, z.B. STIHL MS 170
  • Bohrmaschine mit Holzbohrer
  • Hand-/Akkuschrauber
  • Holzschrauben
  • Sägebock
  • Spanngurt
  • Signierkreide
  • Zollstock/Maßband
Übersicht der Materialien, die zum Bau eines Gartentisches benötigt werden.

Dieses Material benötigen Sie, um einen Gartentisch aus Holz zu bauen.

Schritt 1: Vorbereitung der Tischbeine

Das Rundholz wird mit der Motorsäge bearbeitet, um die Passform der Tischbeine vorzubereiten.

Bearbeiten Sie zwei Seiten mit der Kettensäge.

An jedem Tischende werden – je nach gewünschter Höhe – mehrere Stücke des Rundholzes übereinandergestapelt, um die Beine des Tisches zu bilden. Bevor es ans Ablängen des Rundholzes geht, müssen seine Seiten mit der Motorsäge bearbeitet werden, damit die Stücke später gut aufeinanderpassen und genügend Halt bieten.

Stellen Sie den Stamm dafür hochkant auf und befestigen Sie ihn mit einem Spanngurt je nach den Gegebenheiten Ihres Gartens an einer stabilen Anbringung – zum Beispiel einem Metallständer. Setzen Sie mit der Motorsäge an der Oberseite an, sägen Sie so gerade wie möglich an zwei gegenüberliegenden Seiten herunter und entfernen Sie so einen kleinen Teil des Holzes. Ziehen Sie den Schnitt dabei aber nicht bis zum Ende des Stammes durch, damit Ihre Sägekette nicht in Berührung mit dem Boden kommt.

Schritt 2: Tischbeine zurechtsägen

Legen Sie das Holz zur weiteren Bearbeitung auf den Boden. Bevor Sie mit dem Sägen fortfahren, sollten Sie es gegen ein mögliches Wegrollen sichern – zum Beispiel mit Holzkeilen. Bei Bedarf können Sie die zuvor gesetzten Schnitte noch etwas begradigen, indem Sie mit der Säge an der Oberfläche des Stamms entlangfahren.

Messen Sie das Rundholz aus und zeichnen Sie die Schnitte an der gewünschten Länge an. Für den Gartentisch in unserer Anleitung stapeln wir je Tischbein drei Stücke in absteigender Länge übereinander:

  • 2 Stücke à 60 cm
  • 2 Stücke à 55 cm
  • 2 Stücke à 50 cm

Die unterschiedlichen Längen haben hierbei jedoch rein optische Gründe – wenn Sie möchten, können Sie auch sechs gleich große Stücke dafür nutzen.

Nun geht es ans Ablängen mit der Kettensäge. Achten Sie auch hier unbedingt darauf, die Säge zu stoppen, bevor Sie den Boden erreichen. Drehen Sie den Stamm daraufhin um und stellen Sie den Schnitt fertig, in dem Sie von unten nach oben sägen.

Die Tischbeine werden auf dem Boden in passende Stücke zurecht gesägt.

Wenn Sie Holz auf dem Boden ablängen, sollten Sie immer darauf achten, den Boden nicht zu berühren – das führt zu einem vorzeitigen Verschleiß der Sägekette.

Schritt 3: Tischplatte und Verbindungsstrebe zurechtsägen

Für Ihre Tischplatte benötigen Sie zwei Bretter in der gleichen Länge. Sind die Bretter zu lang, können Sie diese ganz einfach mit der Motorsäge kürzen. Fixieren Sie ein Brett mithilfe eines Spanngurtes auf einem Sägebock und markieren Sie den Schnitt vorab mit Signierkreide. Wiederholen Sie das Gleiche am zweiten Brett.

Für mehr Stabilität haben wir eine Verbindungsstrebe zwischen den beiden Tischbeinen angebracht. Diese sollte in etwa die gleiche Länge wie die Tischplatte haben. Längen Sie das dafür vorgesehene Rundholz daher am besten direkt nach der Tischplatte ab – so haben Sie zwei Schritte miteinander verknüpft.

Die Tischplatte wird auf einem Sägebock abgelängt.

Zum Ablängen der Tischplatte können Sie einen Sägebock zur Hilfe nehmen.

Schritt 4: Einkerbung für die Verbindungsstrebe sägen

Die größten Rundhölzer, die für die Beine des Tisches vorgesehen sind, müssen nun an die Form der Verbindungsstrebe angepasst werden. Platzieren Sie die beiden unteren Beinteile auf dem Boden und legen Sie die Verbindungsstrebe mittig darauf. Mit der Kettensäge ist links und rechts von der Strebe schnell eine Markierung eingesägt. Legen Sie das Holz daraufhin wieder zur Seite und sägen Sie je einen v-förmigen Schnitt in die Rundhölzer hinein. Formen Sie die Einkerbung mit Ihrer Motorsäge möglichst rund, damit die Strebe gut in den Beinen verankert ist. Nutzen Sie dafür die Spitze Ihrer Führungsschiene.

Wir empfehlen, die Verbindungsstrebe immer wieder in die Einkerbung hineinzulegen und so die Passform zu überprüfen. Lässt er sich gut darin verankern, sind die mittleren Beinteile dran: Wiederholen Sie das Vorgehen, bis sich die Verbindungsstrebe gut in die Mitte zweier Rundhölzer einfügt.

Es wird eine v-förmige Aussparung in die Beinteile gesägt.

Um eine optimale Passform der Verbindungsstrebe in den Tischbeinen herzustellen, müssen v-förmige Einkerbungen gesägt werden.

Schritt 5: Vorbereitung der Montage

Nun geht es an das Platzieren der Tischbeine. Orientieren Sie sich beim Aufstellen der Beine etwa an der Länge der Tischplatte – lassen Sie jedoch etwa 2 bis 3 cm Rand aus, sodass die Tischplatte später leicht übersteht.

Stapeln Sie die Beinteile nun Stück für Stück: Vom längsten bis zum kürzesten sollten Sie die Stücke aufschichten, bis die gewünschte Tischhöhe erreicht ist. Vergessen Sie nicht, die Verbindungsstrebe in die Beine zu integrieren.

Die Tischbeine werden Stück für Stück aufgestapelt.

Stück für Stück werden die Tischbeine aufgestapelt.

Schritt 6: Montage der Tischbeine

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft? Verbinden Sie nun die einzelnen Teile fest mit Holzschrauben. Um diese tief genug ins Holz schrauben zu können, empfehlen wir Ihnen das Vorbohren der Löcher. Schrauben Sie zunächst die mittleren an den unteren Stücken fest, danach können die oberen mit den mittleren verbunden werden. Achtung: Fertigen Sie die Bohrlöcher hier an einer versetzten Stelle an.

Die einzelnen Teile der Tischbeine werden mithilfe von Holzschrauben miteinander verbunden.

Um die Tischbeine montieren zu können, empfiehlt sich das Vorbohren von Löchern – so können Sie die Schrauben tief im Holz verankern.

Schritt 7: Montage der Tischplatte

Um den Holztisch fertigzustellen, muss die Tischplatte zum Schluss an den Beinen befestigt werden. Damit sich nichts verzieht und der Tisch stabil ist, empfehlen wir, jedes Brett mit je zwei Schrauben pro Seite anzuschrauben.

Die Tischplatte wird mit den Tischbeinen verschraubt.

Mit wenigen Handgriffen ist auch die Tischplatte fertig montiert.

Fertig ist der DIY-Gartentisch

Bevor Ihr selbstgebauter Gartentisch bereit für seinen ersten Einsatz ist, sollten Sie das Holz behandeln. Je nach gewählter Holzart eignen sich Öl, Wachs oder Lasuren zum Streichen.

Bei Bedarf können Sie die Verbindungsstrebe in der Länge noch anpassen, damit die Enden symmetrisch aus den Beinen herausragen.

Fertiger Gartentisch aus Holz im Garten

Ihr selbstgebauter Gartentisch ist bereit für den Einsatz!

Schützende Kleidung

Sicherheit geht vor: Bei Arbeiten mit einer Motorsäge sollten Sie sich immer ausreichend schützen. Tragen Sie eine Schutzbrille oder einen Gesichtsschutz sowie einen „persönlichen“ Schallschutz – z.B. Gehörschutzkapseln. Hände, Beine und Füße sollten durch robuste Arbeitshandschuhe, eine Schnittschutzhose sowie Schnürstiefel mit Schnittschutzeinlagen geschützt werden.

Lesen Sie mehr über die Schutzausstattung beim Sägen mit einer Motorsäge auf unserer Website.

Bitte beachten Sie, dass länderspezifisch gesonderte Anforderungen an die persönliche Schutzausstattung bestehen können. Außerdem stellt das Tragen von Schutzkleidung keinen Ersatz für eine sichere Arbeitstechnik dar – beachten Sie daher unbedingt die Betriebsanleitungen Ihres Gerätes und belegen Sie Kurse zum Führen einer Motorsäge.

Erste hilfreiche Tipps zum sicheren Umgang mit der Motorsäge finden Sie ebenfalls auf unserer Website.

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