Bienenfreundlicher Garten: Interview mit Mähroboter-Experte Martin Jäger

Martin Jäger hat für das CHIP Magazin bereits viele Mähroboter durch den Garten geschickt und deren Funktionalität beurteilt. Im Interview erläutert er, worauf es ihm bei einem Roboter für den Rasen ankommt und wie man als Gartenbesitzer auf die Bedürfnisse der Umwelt achtet.

Ein Garten mit vielen blühenden Blumen und dem iMOW® Mähroboter.

Bienenfreundlicher Garten dank Mähroboter: Mithilfe des Begrenzungsdrahtes lassen sich Inseln definieren, die den Bienen den nötigen Raum geben.

Herr Jäger, Sie haben schon einige Mähroboter-Tests durchgeführt. Können Sie uns einen Überblick geben, was Ihnen bei einem Mähroboter besonders wichtig ist?

M. J.: Ganz klar: Am wichtigsten ist, dass der Mähroboter das Gras sauber schneidet. Neben der sauberen Schnitttechnik ist ein gut funktionierender Hebesensor unabdingbar. Er gewährleistet, dass das Gerät sofort stoppt, sobald es angehoben wird. So wird einer Verletzung vorgebeugt. Außerdem ist ein sensibler Stoßdämpfer wünschenswert. Einige Modelle agieren etwas grob und stoßen bei der Arbeit beispielsweise an Gartentische, sodass Gläser umfallen können. Für eine einfache Bedienung ist eine App natürlich sehr nützlich. Eine Sprachsteuerung finde ich derzeit jedoch nicht sinnvoll, da die Systeme meiner Meinung nach noch nicht ausgereift sind. Besonders gut gefällt mir beim iMOW® der Spielstopp, der bewirkt, dass das Mähmesser automatisch angehalten wird, sobald der Stoßsensor mehrmals hintereinander ausgelöst wird.

Welchen Vorteil haben Mähroboter aus Ihrer Sicht für den Rasen?

M. J.: Wenn ich mich hier entscheiden muss, dann ist das Mulchen der klare Hauptvorteil. Außerdem bewegt sich der Mähroboter leise über die Rasenflächen, wodurch weder Mensch noch Tier gestört werden. So kann man theoretisch jederzeit mähen, aber eben nur theoretisch, denn es gibt dämmeraktive Tiere, wie den Igel, die bei der Suche nach Nahrung natürlich nicht gestört werden sollen. Lässt man den Mähroboter tagsüber laufen, sollte es dahingehend keine Probleme geben. Für den Besitzer ist die Rasenpflege mit einem Mähroboter in erster Linie bequem. Beispielsweise kann man die gesparte Zeit mit Freunden auf der Terrasse verbringen, ein Getränk genießen und den Roboter die Arbeit machen lassen, ohne dabei von Motorgeräuschen gestört zu werden.

Thema Mulchen: Was steckt dahinter?

M. J.: Mulchen ist sehr bekömmlich für den heimischen Rasen. Beim Mähen werden die Halme zu kurzen Stücken zerschnitten und im Anschluss auf der Fläche liegen gelassen. Sie wirken so gleichermaßen als Dünger. Auch Moos hat es so schwer, sich im Rasen anzusiedeln. Eine Langzeitstudie des Instituts für Bodenkunde der Universität Wien hat ergeben, dass Mulchen weitaus besser für den Rasen ist, als das bloße Auffangen des gesamten Schnittguts mit einem herkömmlichen Rasenmäher.

Vergleich zweiter Rasenflächen: Mit einem Mulchmäher gemähte Fläche mit sattem Grün gegenüber einer mit einem gewöhnlichen Rasenmäher gemähte Fläche mit weniger sattem Grün.

Der Vergleich zeigt: Dauerhaftes Mulchen (Fläche links) erzeugt gegenüber dem Mähen mit einem gewöhnlichen Rasenmäher (Fläche rechts) ein deutlich satteres Grün.

Viele Gärtner legen Wert auf einen gepflegten Rasen und möchten Bienen ein Refugium schaffen. Geht das?

M. J.: Das ist ohne Probleme vereinbar. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass das mit einem Mähroboter besser geht, als mit einem handbetriebenen Rasenmäher. Mit dem Begrenzungsdraht kann man großzügige Inseln definieren und den Bienen ihren benötigten Raum geben. Auch ein größerer Rand, ein so genannter Feldrain, ist möglich. Und ich wage – wenn auch mit einem Augenzwinkern – zu behaupten, dass ein Mähroboter einer Blumeninsel mehr Respekt schenkt, als ein Familienmitglied, dass eventuell gezwungen wurde, am Wochenende Rasen zu mähen.

Ein weitverbreitetes Vorurteil ist, dass Mähroboter keine Rücksicht auf die Umwelt nehmen und alles kurz und klein häckseln. Meiner Meinung nach ist da ein falsches Bild in der Gesellschaft verankert. Einen Mähroboter sollte man immer klug, sparsam und gemäß der Anleitung einsetzen. Zusätzliche Features wie ein Mähkalender vereinfachen die Anwendung obendrein.

Vielen Dank für den Einblick und das Interview, Herr Jäger!

Hier können Sie den Artikel „Mähroboter Test: Die wichtigsten Rasenmäh-Roboter im Vergleich“ von Martin Jäger nachlesen.

Mehr Informationen zum iMOW® Mähroboter finden Sie auf unserer Website.

Mann stellt iMOW® Mähroboter an Dockingstation ein.

Im Test hat der iMOW® Mähroboter überzeugt: Leichte Bedienung, gute Ergebnisse, bienenfreundlich einsetzbar.

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